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Marktredwitz

Bagger frisst sich durch den Stadtpark

Stadt, KUM und ESM erneuern über 60 Jahre alte Leitungen. Fast eine halbe Million kostet das Projekt. Weitere Großbaustellen sorgen demnächst für Behinderungen.



Gleich mehrere Unternehmen sind an den Leitungsbauarbeiten in der Lindenstraße beteiligt. Unser Bild zeigt (von links): Projektleiter Christian Fischer (ESM), Tommi Krull von den Stadtwerken, Sachbearbeiter Oskar Steinbrecher vom Stadtbauamt, Thomas Streber (Chef der Baufirma), Rohrnetzmeister Gas, Björn Bock (ESM), Armin Reger (KUM), Bauarbeiter Josef Völkl, Bauleiter Harald Giehl von der Firma Streber und Bauarbeiter Bernhard Lang in der Grube. Den Bagger steuert Paul Hautsch.	Foto: Peggy Biczysko
Gleich mehrere Unternehmen sind an den Leitungsbauarbeiten in der Lindenstraße beteiligt. Unser Bild zeigt (von links): Projektleiter Christian Fischer (ESM), Tommi Krull von den Stadtwerken, Sachbearbeiter Oskar Steinbrecher vom Stadtbauamt, Thomas Streber (Chef der Baufirma), Rohrnetzmeister Gas, Björn Bock (ESM), Armin Reger (KUM), Bauarbeiter Josef Völkl, Bauleiter Harald Giehl von der Firma Streber und Bauarbeiter Bernhard Lang in der Grube. Den Bagger steuert Paul Hautsch. Foto: Peggy Biczysko  

Marktredwitz - Die Zähne der Baggerschaufel graben sich unaufhörlich immer tiefer in die Lindenstraße. Drei Arbeiter sind seit gut zwei Wochen damit beschäftigt, eine Schneise von der Dammstraße bis zur Oberredwitzer Straße quer durch den Stadtpark zu schlagen. Über 60 Jahre alt sind die Leitungen, die hier in der Tiefe verbuddelt sind. Im Vorgriff auf die Umgestaltung des Stadtparks und das neue Baugebiet in der Nachbarschaft, wo Marcus Pürner eine Tiefgarage, Wohnungen und Restaurants hochziehen möchte, machen Stadt, Stadtwerke und ESM auch den Untergrund fit für die Zukunft.

Es lärmt und dröhnt von früh bis spät. Oskar Steinbrecher, Sachgebietsleiter Tiefbau im Marktredwitzer Stadtbauamt, weiß, dass die Bauarbeiten so manchen Anliegern zu schaffen machen. "Aber wir machen das ja nicht aus Jux und Tollerei", gibt er zu verstehen. "Wir stellen hier die notwendige Infrastruktur her." Das allerdings werde sich noch so einige Wochen hinziehen und auch den Verkehrsteilnehmern so manche Unannehmlichkeit bescheren. Denn sobald sich der Bagger durch den Park gefressen hat, gibt es weitere Großbaustellen in der Oberredwitzer Straße und später auch an einem äußerst neuralgischen Punkt: der Zufahrt zum Markt. Die wird im Oktober drei Wochen lang phasenweise gesperrt sein.

Wasserversorgung, Kanal und das Leitungsnetz der ESM müssen laut Steinbrecher jetzt komplett erneuert werden. "Wir haben das zusammen mit den Stadtwerken und der ESM geplant, damit alles in einem Aufwasch geht." Ehe die Umgestaltung des Parks ansteht, "wollen wir alle Mängel im Netz beheben". Aus diesem Grund hätten auch vor Beginn der Arbeiten einige Bäume gefällt werden müssen, damit die Trasse für die Leitungsbauarbeiten freigelegt ist.

Die Arbeiten hat die Firma Streber Bau aus Wiesau übernommen. "Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 350 000 Euro", teilt Steinbrecher mit. Für die Kanalbauarbeiten, die das Kommunalunternehmen KUM übernimmt, müssten 216 Meter Kanal verlegt werden. "Die Stadtwerke übernehmen die Wasserleitungsbauarbeiten, wofür 300 Meter Wasserleitung verlegt werden müssen." Und das Verlegen einer neuen Gasleitung übernimmt die Energieversorgung Selb-Marktredwitz (ESM) auf einer Länge von 200 Metern. "Zusätzlich zu den Leitungsbauarbeiten von der Dammstraße bis zur Oberredwitzer Straße werden auch noch Arbeiten von den Stadtwerken und der ESM in der Oberredwitzer Straße notwendig sein", schickt Oskar Steinbrecher voraus. Zu den 350 000 Euro summierten sich 80 000 Euro Materialkosten der Stadtwerke und weitere Kosten von 50 000 Euro durch die ESM.

Auch vor dem Spielplatz im Stadtpark machen die Arbeiten nicht Halt. "Der wird wohl in den nächsten Tagen gesperrt und zurückgebaut", kündigt der Sachbearbeiter des Tiefbauamts an. "Ohne Behinderungen geht es einfach nicht", bittet er um Verständnis. In den nächsten 14 Tagen ziehe sich die Schneise durch den Park bis zum Fußweg nahe des Durchlasses. Doch bis nächste Woche will die Baufirma Streber versuchen, den vorderen Abschnitt in der Lindenstraße soweit herzustellen, "dass dieser Teilbereich wieder befahr- und begehbar ist".

Dann allerdings wird es zu größeren Beeinträchtigungen im Herzen der Stadt kommen, denn auch die gesamte Kreuzung Dammstraße/Markt muss aufgebuddelt werden. "Ohne Vollsperrung geht es zuweilen nicht", betont der Chef der Baufirma, Thomas Streber. Man habe die Arbeiten zeitlich so weit nach hinten verschoben, um kein Chaos zu verursachen, weil parallel momentan etliche Bauarbeiten im Stadtgebiet laufen, schiebt Oskar Steinbrecher hinterher. "Die Sperrung wird etwa drei Wochen dauern", kündigt Thomas Streber an. Wie der Verkehr auf dieser Hauptachse, die vom Berliner Platz und vom Vilser Platz über die Dammstraße in den Markt verläuft, dann umgeleitet wird, mache das Ordnungsamt rechtzeitig bekannt, versichert Steinbrecher. "Das ist keine einfache Baustelle." Auf Nachfrage bei Michael Fuchs im Ordnungsamt versichert dieser, "dass der Markt während der dreiwöchigen Bauarbeiten stets einfahrbar bleiben wird. Je nach Stand der Arbeiten werde der Verkehr einmal von Richtung Vilser Platz und dann einmal von Richtung Berliner Platz über die Dammstraße zu befahren sein.

Mit weiteren Behinderungen müssen die Verkehrsteilnehmer rechnen, sobald sich der Bagger bis zur Oberredwitzer Straße durchgefressen hat. Das wird nach Mitteilung Steinbrechers ab Mitte Oktober so weit sein. Bis Anfang November würden die Arbeiten dort andauern. "Während ESM und Stadtwerke ihre Leitungen verlegen, ist die Straße für den Verkehr gesperrt." Lediglich für den Busverkehr werde eine Spur in und von Richtung Bahnhof offengehalten.

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
05. 09. 2019
20:08 Uhr

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05. 09. 2019
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