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Marktredwitz

Der Wasserpreis bleibt stabil

Bis 2021 zahlen die Bürger 1,68 Euro pro Kubikmeter. Der Verkauf ist um 3,38 Prozent zurückgegangen. Oberstes Ziel der Stadtwerke ist eine sichere Versorgung der Menschen.



Bis 2021 bleibt der Wasserpreis in Marktredwitz mit 1,68 Euro pro Kubikmeter stabil. Foto: Oliver Berg/dpa
Bis 2021 bleibt der Wasserpreis in Marktredwitz mit 1,68 Euro pro Kubikmeter stabil. Foto: Oliver Berg/dpa  

Marktredwitz - Der Kubikmeter Wasser kostet in Marktredwitz seit 2009 unverändert 1,68 Euro. "Das wird bis 2021 stabil bleiben", versicherte Werksleiter Jörg Wifling in der jüngsten Stadtratssitzung. Seinem Wirtschaftsbericht ist allerdings auch zu entnehmen, "dass das Wassersparen der Bürger und der demografische Wandel die Wasserversorger vor wirtschaftliche Herausforderungen stellen".

Die Anlagen der Stadt seien auf steigende Wasser-Nachfragen und ein hohes Qualitäts- und Sicherheitsniveau ausgerichtet, doch die Absatzmengen gingen zurück. "Damit sinkt die Auslastung, und die Kostendeckung wird durch rückläufige Erlöse immer mehr bedroht." Diese neuen Herausforderungen und schwieriger werdende Rahmenbedingungen verlangten nach Modernisierungsstrategien, fasst Wifling zusammen. Denn um wirtschaftliche Effizienz und Kundenzufriedenheit dauerhaft gewährleisten zu können, müsse man weiterhin auf Sicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit setzen.

Entsprechend der Branchenentwicklung sei auch der Wasserverkauf im Jahr 2017, um das es in der jüngsten Sitzung ging, bei den Stadtwerken rückläufig. "Es wurden 972 192 Kubikmeter Wasser verkauft", verdeutlicht der Werksleiter. Das entspreche einem Rückgang um 3,38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Über das gut 130 Kilometer lange Rohrnetz hätten die Marktredwitzer Wasserwerke 2017 insgesamt 18 549 Einwohner mit öffentlichem Trinkwasser versorgt. 5219 Grundstücke seien an das Haupt-Rohrnetz angeschlossen. Laut Werksleiter Wifling sind bei den Stadtwerken zehn Männer und drei Frauen beschäftigt, für die die Personalkosten knapp 690 000 Euro betragen.

Defizitär ist der Betrieb der beiden Bäder der Stadtwerke. Die Einnahmen im Hallenbad lagen 2017 bei rund 64 000 Euro, die im Freibad, dessen Eintritt kostenfrei ist, bei 1100 Euro. Die Schulen bezahlten für das Schwimmen im Hallenbad rund 94 000 Euro, an Schwimmunterrichts-Gebühren gingen 2400 Euro ein. 47 401 Schwimmer haben 2017 das Hallenbad besucht, was Jörg Wifling zufolge einem Rückgang um 6,93 Prozent entspricht. Dafür sind die Besucherzahlen im Freibad gegenüber dem Vorjahr um 26,6 Prozent regelrecht explodiert. "Das hängt aber stets am Wetter", begründet Wifling den enormen Anstieg.

In die Obhut der Stadtwerke fällt auch die Städtische Parkhaus GmbH, die 2017 Verluste in Höhe von 145 000 Euro eingefahren hat. Von einer "sehr stabilen Vermögens- und Finanzlage" spricht der Werksleiter für die Stadtwerke. "Das Vermögen habe zum Jahresende 2017 rund 13,7 Millionen Euro betragen." Die "flüssigen Mittel" beziffert er auf 546 000 Euro, das Eigenkapital auf sechs Millionen. Der Jahresfehlbetrag liege bei 1,13 Millionen Euro.

"Um die Attraktivität des Freibads zu steigern, haben wir das Freizeit- und Fitnessangebot erweitert." Die Vermietung des Gastronomiebetriebs generiere weitere Einnahmen. "Auf Dauer kann das Freibad aber nicht wirtschaftlich betrieben werden", so Wifling. Eine Steigerung der Besucherzahlen könnte seiner Ansicht nach durch mehr Veranstaltungen im Naturbad gesteigert werden. Dafür müsse man allerdings in Marketing und Ausstattung investieren. "In den kommenden Jahren müssen wir auch die Becken sowie die Wasser-Zuspeisung und das Reinigungssystem instand setzen."

Die Generalsanierung des Hallenbads mit 6,26 Millionen Euro - wir berichteten mehrfach - ist bereits in vollem Gange. Wegen der Sanierung werden auch die Erlöse sinken. Für 2018 erwartet Jörg Wifling Umsatzerlöse im Bereich der Wasserversorgung in Höhe von 2,2 Millionen Euro. In diesem Jahr sollen alle Wasserzähler digitalisiert sein.

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
04. 03. 2019
17:14 Uhr

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Peggy Biczysko

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04. 03. 2019
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