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Max auf großer Fahrt

Beinahe täglich führen zwei Frauen aus Waldershof ihren Papagei aus. Meistens bleibt er stumm, doch wehe, wenn nicht...



Edelpapagei Max ist der Liebling von Erika Sveropa (links) und Carmen Steinbacher aus Waldershof. Foto: Matthias Bäumler
Edelpapagei Max ist der Liebling von Erika Sveropa (links) und Carmen Steinbacher aus Waldershof. Foto: Matthias Bäumler  

Waldershof - Der Papagei muss an die frische Luft. Dies denken sich Carmen Steinbacher und ihre Mutter Erika Sveropa aus Waldershof fast jeden Tag. Immer wenn die Sonne scheint und sie Zeit haben, kommt Max‘ großer Auftritt. "Wir setzen ihn dann in den großen Transportkäfig und stellen diesen in den Bollerwagen", sagt Carmen Steinbacher. Und schon geht es los. Mal nur kurz durch die Kösseinestadt, mal eine große Runde um den Feisnitzstausee bei Arzberg - Max genießt die Ausflüge sichtlich. "Papageien benötigen Sonnenlicht für ihre Knochen. Bei uns zu Hause hat er zwar eine große Voliere, aber wir wollen, dass er auch mal etwas anderes sieht." Vor allem fühle sich Max in Gesellschaft von vertrauten Menschen wohl.

Großes Verbreitungsgebiet

Edelpapageien haben ein verhältnismäßig großes Verbreitungsgebiet. Es reicht von den Molukken und den Kleinen Sundainseln über Neuguinea bis zu den Solomoneninseln und der australischen Cape York-Halbinsel. Das Hauptverbreitungsgebiet umfasst Neuguinea und umliegende Inseln. Eine kleine Population existiert auf Cape York in Australien. Die Art gilt als ungefährdet. Der Edelpapagei ist ein Bewohner von Tieflandregenwäldern und Mangroven.

 

Daheim auf dem Balkon oder in der Wohnung ist der acht Jahre alte Edelpapagei ein echter Haudrauf. Kaum sieht er jemanden, plappert er auch schon los. "Alter Lump", ist einer seiner Lieblingssprüche. Manch einer hat schon die Stirn gerunzelt, wenn er die krächzende Schimpftirade über sich ergehen hat lassen müssen. Krumm nimmt Max aber niemand etwas. Auf der Straße ist der knallgrüne Vogel mit dem gelb-orangen Schnabel gesitteter. Meistens jedenfalls. Wenn er nicht zu sehr von all den Reizen auf den Waldershofer Straßen abgelenkt ist, kann es schon vorkommen, dass er kurz mal schimpft.

 

Als die Frankenpost Max trifft, bleibt er zunächst stumm. Irgendwann scheint es ihm aber dann doch langweilig zu sein, und so mischt er sich zwischendurch in das Gespräch ein. "Hah?", fragt er, erwartet aber offenbar keine Antwort. Zu interessant sind dann doch die Leckereien, die seine Frauchen ihm in den Transportkäfig gelegt haben. "Ja, unser Max liebt Erdbeeren und Kartoffeln", sagt Erika Sveropa. In einem zweiten Näpfchen befindet sich Vogelfutter mit vielen Nüssen und Kernen. Schließlich hat er auch noch Wasser dabei - was will das Papageienherz mehr?

Da Max nicht gerne alleine ist, muss er, so oft es geht, unter die Leute. "Er ist eben sehr auf Menschen bezogen, vor allem auf meinen Mann." Das ist nicht verwunderlich, gilt der Edelpapagei doch als geselliger Vogel, der sich zum Schlafen großen Schwärmen anschließt und tagsüber paarweise oder in kleineren Trupps auf Nahrungssuche geht. Er ernährt sich laut Fachliteratur von Früchten, Knospen, Sämereien und Nüssen, die er beständig sucht.

Was Max nicht mag, sind Katzen und Hunde. Erstere sind natürliche Feinde von Vögeln. "Ja, da müssen wir natürlich schon aufpassen - Katzen und Papageien, das geht überhaupt nicht."

Mit Hunden weiß Max hingegen ganz gut umzugehen. "Wenn er sich bedroht fühlt, pfeift er derart schrill, dass die meisten Hunde panisch Reißaus nehmen", sagt Carmen Steinbacher.

Am liebsten lässt sich Max von seinen Frauchen um den Feisnitzstausee bei Arzberg ziehen. Auch wenn der Bollerwagen mit den Gummireifen dabei auf dem Weg meist etwas schaukelt, ist es für den Papagei kein Problem. Er balanciert jeden Schlenker geschickt aus.

Hunde Gassi führen kann jeder. Mit dem Papagei sieht es da schon anders aus. Dennoch werden die beiden Frauen relativ wenig auf Max angesprochen. Ein Blickfang ist der prächtige Edelpapagei aber allemal. Er ist eben ein echter "alter Lump", auch wenn er mit gerade mal acht Jahren kaum dem Kindesalter entwachsen ist.

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Matthias Bäumler
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Veröffentlicht am:
30. 08. 2019
17:50 Uhr

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Matthias Bäumler

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Veröffentlicht am:
30. 08. 2019
17:50 Uhr



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