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Rehau

Trockenheit fordert Tribut: Stadt Rehau ruft auf zum Wassersparen

Die Stadtwerke Rehau gehen auf Nummer sicher und rufen zum Wassersparen auf. Eine zusätzliche Wasserleitung kommt erst im nächsten Jahr.



Rehau - Ja, am Wochenende soll es in der Region regnen. Nur: Für die Wasserversorgung bringt das so gut wie gar nichts. Der Boden ist so trocken, dass das wenige prognostizierte Wasser es kaum bis in die Tiefbrunnen schaffen dürfte. So schätzt es Ulrich Beckstein, Geschäftsführer der Rehauer Stadtwerke, aktuell ein. Ein Tropfen auf den heißen Stein eben. Am Mittwochabend haben die Stadtwerke die Bürger dazu aufgerufen, sparsam mit dem kühlen Nass umzugehen. "Das ist zunächst eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagt Ulrich Beckstein. "Die Wasserversorgung ist für die nähere Zukunft nicht gefährdet." Neben den Bürgern sind auch Vereine und Firmen aufgerufen, möglichst wenig Wasser zu verwenden.

Die Trockenheit fordert ihren Tribut. Dass die Wasser-Lage in Rehau durchaus angespannt ist, hatte sich schon länger angedeutet -  zunächst im vergangenen Jahr , dann vor gut zwei Monaten, als Stadtwerke-Leiter Ulrich Beckstein die Stadträte darüber informierte, dass die Stadt auf lange Sicht zusätzliches Wasser von außerhalb benötige, um die Versorgung sicherzustellen.

Wie berichtet, streben die Stadtwerke Rehau den Anschluss an das Netz der HEW an. Das Wasser kommt dann aus dem Weißenstädter Becken über den Schwarzenbacher Ortsteil Martinlamitz und den Petersberg nach Rehau. Rund 1,5 Millionen Euro dürfte dieser Anschluss kosten. "Wir sind in der Hinsicht voll im Plan", sagt Beckstein. Aktuell laufen die Planungen. In gut einem Jahr soll die Leitung stehen. In diesem Jahr hat sie noch keinen Effekt, weshalb die Stadtwerke nun zur genannten Vorsichtsmaßnahme greifen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es sinnvoll, Wasser zu sparen. "Es ergibt keinen Sinn, im Oktober zum Wassersparen aufzurufen, wenn die Gießzeit im Garten abgeschlossen ist", sagt Beckstein.

"Es gibt keinen roten Strich, ab dem man sagt, dass man jetzt Wasser sparen müsste, wenn der Pegel darunter sinkt. Es ist eher eine Betrachtung der Gesamtsituation", sagt Ulrich Beckstein. Und die hat dazu geführt, genau jenen Aufruf zu starten. Die Pegel in den Brunnen liegen deutlich unter denen des Vorjahres. Und die Wettervorhersagen sind nicht eben rosig. Eine Phase längerer, ergiebiger Niederschläge ist nicht in Sichtweite.

Die grundsätzlich vorsichtige Haltung an der Stadtwerke-Spitze erklärt sich auch aus einem Defizit an Erfahrungen mit einer vergleichbaren Situation. "Wir waren noch nie in einer solchen Lage. Und das gilt nicht nur für die Rehauer Stadtwerke, sondern für die ganze Bundesrepublik", sagt der Geschäftsführer. Wie reagieren die Tiefbrunnen ab einem gewissen Pegelstand, wie wird das Wetter im August - all diese Unwägbarkeiten sorgen dafür, dass die Stadtwerke in der noch neuen Situation lieber vorsichtig zu Werke gehen.

Dass sie beim Wassersparen kontrolliert werden, das müssen die Rehauer nicht befürchten. "Es ist aber nicht auszuschließen, dass wir Einzelgespräche führen, wenn wir sehen, dass jemand offensichtlich sehr sorglos mit dem Wasser umgeht. Da kann es schon mal sein, dass wir fragen, ob das jetzt so sein muss", erklärt Beckstein. Der jetzige Aufruf sei aber noch kein konkretes Verbot. Wie ein solches letztlich aussehen könnte, darüber mag Beckstein noch nicht spekulieren. Ebenso wenig darüber, wie sich die Lage im Herbst darstellen könnte. "Das hängt von der jeweiligen Situation ab", sagt er.

Autor

Patrick Gödde
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
10. 07. 2019
21:06 Uhr

Aktualisiert am:
11. 07. 2019
20:02 Uhr

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Patrick Gödde

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Veröffentlicht am:
10. 07. 2019
21:06 Uhr

Aktualisiert am:
11. 07. 2019
20:02 Uhr



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